Wo kann man in Frankreich im Sommer am besten surfen lernen (Anfänger & Fortgeschrittene)?
- unisurf92
- 5. März
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. März
Egal, ob du Surf-Anfängerin bist oder schon Erfahrung hast: Im Sommer geht es vor allem darum, einen Ort zu wählen, an dem die Wellenwahrscheinlichkeit nicht zu gering ist. Wenn du als Anfänger in Frankreich surfen lernen willst, solltest du Regionen meiden, in denen es im Wasser extrem überfüllt ist – das verhindert entspanntes Üben.Hier geht es zunächst um die Surfbedingungen. Die genannten Regionen eignen sich sowohl für Anfängerinnen als auch für fortgeschrittene Wellenreiter*innen.
Was macht einen guten Surfstrand für Anfänger*innen aus?
Egal, ob du auf eigene Faust übst oder einen Surfkurs machst: Diese Bedingungen helfen dir besonders, wenn du mit dem Wellenreiten startest.
Beachbreak (Sandbank): Wellen brechen über Sandbänken – das senkt das Verletzungsrisiko im Vergleich zu Riffen oder Felsen.
Sanft brechende Wellen: Wellen, die sich über einer flach ansteigenden Sandbank aufbauen, sind oft berechenbarer und erleichtern Take-off und Aufstehen.
Nicht überfüllt: Weniger Surfer*innen im Wasser bedeutet mehr Platz, weniger Stress und meist bessere Lernbedingungen. Da es mittlerweile auch abseits der Hotspots Surfschulen und Materialverleih gibt, musst du nicht an die überfülltesten Strände.
Passende Wellenhöhe & Wellenhäufigkeit: Du brauchst als Anfänger*in keine sehr hohen Wellen. Knie- bis hüfthohe Wellen sind meist ideal. Im Sommer ist die Wellenwahrscheinlichkeit in Europa oft geringer als im Herbst, Winter und Frühling – deshalb sollten deine Surfziele im Sommer auch bei kleineren Wellen funktionieren.
Surfen lernen in Frankreich als Anfänger: Die besten Spots im Sommer
Im Sommer sind die Wellen häufig kleiner, daher sollten gute Surfstrände so liegen, dass sie die häufigsten Wellenrichtungen gut „einfangen“. Denn auch als Anfänger*in brauchst du zumindest kleine, „gut sortierte“ Wellen. Die folgenden Regionen funktionieren oft auch für Fortgeschrittene sehr gut.
1) Der Klassiker: Südwestfrankreich (Atlantikküste / Aquitaine)
Die Atlantikstrände in Aquitaine sind für Surf-Anfänger*innen oft sehr gut geeignet und häufig weniger überlaufen als die Surf-Hotspots weiter im Süden. Viele Strände bieten gute Bedingungen, Surfschulen und Materialverleih.
Empfehlungen (von Norden nach Süden):
Hourtin Plage
Carcans Plage
Lacanau-Océan (abseits der absoluten Hochsaison)
Le Porge-Océan
Welche dieser Optionen für dich am besten passt, hängt auch davon ab, welche Unterkunft du bevorzugst und welche Faktoren dir neben dem Surfen wichtig sind.
2) Im Hochsommer eher meiden (Juli bis Mitte September)
Die Küste bei Mimizan, Saint-Girons, Vieux-Boucau bis Biarritz ist in der Hauptsaison oft extrem überfüllt. Die Sandbänke, auf denen Anfänger*innen üben, sind dort häufig voll mit Surfschulen. Das ist schlecht für den Lernerfolg und kann das Verletzungsrisiko erhöhen.
3) Geheimtipp im Nordwesten: Bretagne
In der Bretagne liegt der Teufel im Detail: Große Teile der Region liegen im sogenannten Swell-Schatten von Landmassen und Inseln. Gerade im Sommer, wenn die Wellen oft kleiner sind, kann das ein Nachteil sein. Pauschal gesagt sind die Surfbedingungen nördlich von Brest im Sommer häufig zu unkonstant.
Zwei Gegenden, die auch im Hochsommer oft funktionieren:
Île de Crozon
La Palue
Für Kinder und komplette Anfänger*innen ideal: Plage de Goulien. Auch hier ist viel los, aber die Stimmung ist entspannt – und der Strand zählt zu den sichersten Surfstränden in Europa.
Pluspunkt: Innerhalb von ca. 10 Minuten kannst du auf der Île de Crozon zwischen Surfspots wechseln. Das ist ideal, wenn Fortgeschrittene und Anfänger*innen gemeinsam unterwegs sind.
Südliche Bretagne
La Torche (im Sommer oft gut, aber auch recht überlaufen, weil es der bekannteste Surfspot der Bretagne ist)
Das waren einige Tipps, die eure Spot-Auswahl für den Sommer in Frankreich erleichtern sollen. Für den Rest des Jahres gibt es in Frankreich zahlreiche weitere sehr gute Anfänger-Spots – dazu folgt demnächst ein eigener Beitrag.*

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